Es fehlte eigentlich nur die Sonne, dann hätte dieser Wettkampf eine anstrengende Einheit im Trainingslager am Strand sein können. Mildes, feuchtes Herbstwetter lockte zahlreiche Läufer an die Xantener Südsee am linken Niederrein. Der TUS Xanten hatte hier für den LVN eine außergewöhnlich kräftezehrende Cross-Strecke abgesteckt. Die eine Hälfte des Parcours ging hoch und runter über ein hügliges Wiesengelände mit vielen engen Kurven, die andere Hälfte führte durch tiefen Sand entlang des Südseestrandes. Als Knüller hatte man die Wahl, eine 15 Meter lange Passage durch knöcheltiefes Wasser oder lieber einen 10 Meter langen Umweg durch Sand trockenen Fußes zu absolvieren.
Für Ulrike Wefers-Fritz war die 3,5 km lange Strecke eine optimale Vorbereitung für die in zwei Wochen stattfindenden deutschen Cross-Meisterschaften in Darmstadt. Sie hatte sich vorgenommen, den Wettkampf als Schnellste aller Masterklassen-Läuferinnen zu finishen. Dieses ist ihr auch mehr als überzeugend gelungen. Dank kluger Krafteinteilung konnte sie den Parcours in sehr gleichmäßigem Tempo bewältigen und viele Läuferinnen, selbst aus der Hauptklasse und alle aus der U20, hinter sich lassen. Ihre eigene Altersklasse gewann sie mit fast drei Minuten Vorsprung. Dabei lieferte sie sich ein hartes Duell mit ihrer Vereinskollegin Sarah Donaldson. In ihrem ersten Cross-Rennen lief Sarah ein starkes Rennen und hat bis zum Schluss hart gekämpft. Am Ende überquerte sie mit zwei Sekunden Vorsprung vor Ulrike mit einer Zeit von 16:02 Min. als Neunte in der Frauenklasse die Ziellinie.
Simon Rulands, jüngster Athlet aus der Trainingsgruppe von Käthe Link, kam mit diesen anspruchsvollen Bedingungen gut zurecht. Auch er lief ein konstantes Rennen und finishte dieses in der Altersklasse der MJU18 als Zweiter und sicherte sich damit Medaille Nummer zwei für die LGM. Die dritte, bronzene Medaille, sicherten sich die in der Männerklasse startenden Läufer auf derselben Distanz mit Amanuel Habtemikael Brahane (Platz 12 in 12:30 min.), Hannes Schulz (Platz 15 in 13:06 min.) sowie Philip Apostel (Platz 20 in 14:34) in der Mannschaftswertung. Schließlich überquerte Simon Stüwe nach 15:48 min. als 21. der Männerklasse die Ziellinie.




