Bei den Regionsmeisterschaften LVN-Mitte stand für die Athletinnen und Athleten der LGM der zweite Saisonwettkampf an, nachdem der Auftakt noch im vergangenen Jahr gelegen hatte. Gelaufen wurden durchweg die 60 Meter – und das mit einer Vorbereitung, die nicht ideal war: Drei Wochen vor dem Meeting war wegen Stadion-Sperrung rund um Weihnachten und der Wetterlage kein Bahntraining möglich.
Steinitz setzt das Ausrufezeichen
Im Fokus stand Raphael Steinitz (2009), der seine starke Form eindrucksvoll bestätigte. Im Vorlauf war er mit 7,30 Sekunden der Schnellste des Feldes und unterstrich im Finale mit 7,32 Sekunden seine Konstanz – am Ende fehlte nur ein Hauch zum Titel, es wurde der Vizemeistertitel. Für Steinitz ist das Ergebnis mehr als eine Platzierung: In dieser Hallensaison jagt er die Qualifikationsnorm für die Deutschen Hallenmeisterschaften in der höheren U20-Klasse. Seine Ansage nach dem Rennen fiel entsprechend klar aus: „Bei den LVN Meisterschaften hole ich das Ding!“
Persönliche Bestleistung, Finalplätze und Premiere
In der Männer-Hauptklasse setzte Tobias Plum (1993) im Vorlauf ein deutliches Zeichen. Mit 7,59 Sekunden lief er persönliche Bestzeit und zog ins Finale ein, wo nach einem unglücklichen Start 7,79 Sekunden folgten. Ebenfalls im Endlauf war Tobias Montazeri-Schäfer (1987), der sich nach 8,06 Sekunden im Vorlauf im Finale auf 8,04 Sekunden steigern konnte. Für Muthu Vaithilingam (1978) war der Sprintstart Neuland: Der Mittel- und Langstreckler absolvierte seinen ersten Wettkampf über die kurze Strecke und lief 8,93 Sekunden. Martin Brewe (2005), Para-Athlet und Neuzugang, kam auf 8,43 Sekunden und zeigte sich danach unzufrieden – das Rennen lieferte dennoch eine wichtige Standortbestimmung.
Comeback und Abstecher
In der Frauen-Hauptklasse gab Marina Büsdorf (1998) ihr Sprint-Comeback. Nach mehr als zehn Jahren ohne Wettkampfstart lief sie 9,14 Sekunden. Einen Ausflug auf die 200 Meter unternahm Niko Hrissohoidis (1990) aus der Trainingsgruppe der Mittel- und Langstreckenläufer und kam dort auf 29,92 Sekunden. Liam Alt (2009) erreichte in der MJU18 nach 7,67 Sekunden im Vorlauf über 60 Meter ebenfalls das Finale und bestätigte dort mit 7,68 Sekunden seine Leistung.

